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Die Tollwood GmbH unterstützt seit einigen Jahren
unsere Stiftung u.a. mit der Durchführung von
Benefizveranstaltungen. Herzlichen Dank!
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Nepal,
einer der ärmsten Staaten der Welt, befindet sich in
einer äußerst angespannten Lage. Regierungstruppen
und maoistische Rebellen kämpfen um die Macht im Staat.
Der König hat das Parlament aufgelöst und regiert
per Sonderdekret. Die Wahlen am 8. Februar 2006 wurden von
den meisten Parteien boykottiert. Nur 22% der Wahlberechtigten
gingen zur Wahl.
Laut Welthungerhilfe der UN ist Nepal der <hunger hot spot
> Asiens. Die Lebenserwartung der Menschen in Nepal ist
um10 Jahre geringer als in Indien. Die Sterberate nepalesischer
Frauen ist eine der Höchsten weltweit. Doch die Bedingungen
unter denen die Bergvölker der nördlichen Hänge
des Himalaya existieren, sind um ein Vielfaches schlimmer.
Seit Jahrhunderten leben sie als Bauern und Nomaden, eine
traditionell geldlose Gesellschaft, die auf Eigenversorgung,
Tausch und sehr begrenztem Handel mit Yakwolle, Käse,
Salz und Schmuggel angewiesen ist. Regionen, wie Dolpo und
Manang werden immer wieder von Hungersnöten geschüttelt.
Das Leben ist vorindustriell, es gibt keine Straßen,
keine Elektrizität, keine Krankenhäuser und keine
Schulen. Tiefe Hoffnungslosigkeit prägt den Alltag dieser
liebenswerten Menschen und natürlich leiden ihre Kinder
am meisten. Die Kindersterblichkeit ist sehr hoch. Die Familien
sind zu arm, um ihre Kinder ausreichend zu versorgen. Einige
finden den Weg zur Barbara Schmale-Stiftung und bitten uns
die Kinder aufzunehmen. Manche sind Waisen, darunter auch
Kinder, die von ihren Eltern verlassen wurden.

Presseinformationen:
Nepal
beschränkt Macht des Königs
kess.
Singapur - Mit einem offiziellen Feiertag haben die Menschen
in Nepal am Freitag die weitgehende Entmachtung des Königs
begangen. Das hinduistische Königreich soll in einen
säkularen Staat verwandelt werden, in dem der Monarch
nur noch eine zeremonielle Rolle spielt. Das nepalesische
Parlament hatte eine entsprechende Proklamation am Donnerstag
einstimmig verabschiedet. Der von Premierminister Girija Prasad
Koirala vorgeschlagene Plan sieht vor, König Gyanendra
die erheblichen Regierungsvollmachten, den Oberbefehl über
die 90.000 Mann starken Streitkräfte, die Gesetzesimmunität
und die Steuerfreiheit zu entziehen.
Die exekutive Gewalt soll in Zukunft ausschließlich
bei der "nepalesischen Regierung" liegen. Das Kabinett
wird künftig den Generalstabschef ernennen, das Militär
mobilisieren und den Thronfolger bestimmen. Das Parlament
soll die dafür notwendigen Gesetzte in den kommenden
Tagen ausarbeiten und verabschieden. Die Volksbewegung, die
Gyanendra vergangenen Monat gezwungen hatte, seine Alleinherrschaft
zu beenden und das Parlament nach vier Jahren wieder einzuberufen,
würde die Monarchie am liebsten abschaffen. Die Demonstranten
drängen auf ein Referendum über die Zukunft des
Staates. So lange Bürgerkrieg zwischen der nepalesischen
Armee und der maoistischen Guerilla herrscht, halten Beobachter
freie und faire Wahlen jedoch für ausgeschlossen.
Süddeutsche
Zeitung

Nach
wochenlangen Massenprotesten
Nepals
König wankt
Umstrittener
Gyanendra geht auf die Opposition zu
Singapur
- Nepals König lenkt ein. In einer Fernsehansprache deutete
Gyanendra am Freitag Bereitschaft an, nicht mehr mit absolutistischem
Anspruch herrschen zu wollen. Er ging damit einen Schritt
weit der Volksbewegung antgegen, die mit Ausgangssperre und
Schießbefehl nicht mehr in Schach zu halten war. König
Gyanendra behauptete, er fühle sich einer konstitutionellen
Monarchie und einem parlamentarischen Parteiensystem verpflichtet
und versprach, die Macht ans Volk zurückzugeben. Er lud
die sieben größten Parteien ein, einen Premierminister
vorzuschlagen.
Zehntausende Demonstranten, die sich trotz schwerbewaffneter
Sicherheitskräfte über das Ausgehverbot in der Hauptstadt
Kathmandu hinweggesetzt hatten, brachen in Jubel aus. Die
Experten waren sich indes einig, dass das Angebot des Königs,
der seit 14 Monaten diktatorisch regiert, nicht einer bedingungslosen
Wiederherstellung der Demokratie entspreche, wie es die Parteien
und die maoistische Guerilla fordern. Sie hatten vor 16 Tagen
einen Generalstreik ausgerufen. König Gyanendra, so die
Meinung von Beobachtern, versuche vielmehr, die Parteien einzuspannen.
Er wolle die von ihm heraufbeschworene Krise unter Ausklammerung
der Maoisten und unter Beibehaltung der Monarchie überwinden.
Ob sich das Volk mit diesem Kompromiss zufrieden gibt, bezweifeln
viele. Der Generalstreik hat sich längst zu einer Volksbewegung
ausgewachsen.
Die Parteien kontrollierten die Massen nicht mehr, die am
Freitag angesichts eines immer akuteren Mangels an Lebensmitteln
und Trinkwasser wütend zivilen Ungehorsam übten.
Die Ausgangssperre erlaubte es den Bewohnern von Kathmandu
nur, sich zwischen drei und neun Uhr morgens mit Gütern
des täglichen Bedarfs einzudecken. Bei Sonnenaufgang
standen die Leute an Marktständen und vor Geschäften
an. Zehntausende blieben auf der Straße, wenn das Ausgehverbot
in Kraft trat. Aufgebrachte Demonstranten errichteten Blockaden
aus Stacheldraht, Holzpfählen und brennenden Autoreifen,
um die Panzerfahrzeuge der Polizei zu stoppen.
Im Westen der Stadt schossen die Sicherheitskräfte am
Donnerstag in einen Protestzug und töteten mindestens
vier Menschen. Dort forderten Demonstranten bei einem Sitzstreik
nun die schwerbewaffnete Polizei heraus mit dem Kampfruf:
"Lang lebe die Demokratie! Die Märtyrer haben ihr
Blut nicht umsonst vergossen!" Die Sicherheitskräfte
vermochten die Großdemonstrationen Augenzeugen nicht
mehr in Schach zu halten. Das Koordinationskomitee der Volksbewegung
kündigte an, die Aktionen auszuweiten. "Die Zeit
des Königs ist abgelaufen", schrieb die Zeitung
Kathmandu Post. "Selbst wenn Gyanendra die Demokratie
wiederherstellt, wie vom Volk gewünscht, wird er die
237 Jahre alte Monarchie kaum retten können."
König Gyanendras Einlenken war erwartet worden, nachdem
der indische Sondergesandte Kamal Singh sich "tief besorgt"
über den "Zusammenbruch von Recht und Ordnung"
im Nachbarstaat geäußert hatte.
Manuela
Kessler, Süddeutsche Zeitung
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